Die HOUSING AUTHORITY kann als eigentliches Laboratorium fr Wohnungsbau betrachtet werden. Seit ihrer Grndung im April 1954 begann sie, den Sozialenwohnungsbau in Hongkong> zu systematisieren. Das Vorgehen hatte einen durchaus fordistischen Charakter: ein Wohnblocktyp wurde entwickelt, mit diesem Typ wurden mehrere Siedlungen mit 6-10 Blcken gebaut, diese Siedlungen wurden systematisch ausgewertet, um aus den Erkenntnissen einen nchsten Wohnblocktypen zu entwickeln, usw.

In den 50 Jahren ihrer Existenz wurden so 10 verschiedene Typen und diverse Variationen entwickelt und unzhlige Wohnungen erstellt. So leben heute ber 50% der Bevlkerung in staatlich gefrdertem Wohnungbau.

Ein Hauptproblem, das von Beginn an die Entwicklung beeinflusste, war der Umstand, das geeignete Grundstcke nur sehr sprlich vorhanden waren. In ihrem ersten Report 1957 schrieb die Housing Authority zu dieser Problematik:
Jeder mit Kenntniss ber das lokale Terrain kann sich leicht vorstellen, dass eines der Hauptprobleme, auf das die Behrde stsst, der Mangel an geeigneten Baugrnden ist. Wo nicht langwierige und teure Aufschttungen vorgenommen werden, ist es nahezu unmglich solche Grundstcke innerhalb des Stadtgebietes zu erwerben, wo jedoch die meisten Umsiedlungen vorgenommen werden mssten, damit die umzusiedelnde Bevlkerung einigermassen nahe an ihrem gewohnten Umfeld bleiben kann. Deshalb ist es selbsterklrend, dass das Land innerhalb des Stadtgebietes, oder zumindest die mehr zugnglichen Teile, nicht sterilisiert werden darf mit billigen eingeschossigen Bauten. Und deshalb wurde die vertikale Entwicklung in Form von mehrgeschossigen Wohnblcken als einizige Lsung des Problems akzeptiert.

Interessant in Hinblick der heutigen stdtebaulichen Form ist der daruf folgende Absatz: Dies (die vertikale Entwicklung) ist nicht die ideale Wohnform, und sie ist relativ teuer zu bauen: ausserdem muss die erlaubte maximale Dichte>, die in Grossbritanien und sonstwo erlaubt wre, betrchtlich berschritten werden, wenn gengend Wohnraum mit den beschrnkten Resourcen geschaffen werden soll. Die langfristigen Plne der Behrde zielen auf die Erstellung von 5'000 Wohneinheiten pro Jahr, und um diese Ziel zu erreichen muss eine Dichte> von 1'500 und mehr Personen pro Acre (0.4ha) akzeptiert werden (was berall sonst in der Welt als Slum-Dichte angeschaut werden wrde). Aber selbst unter diesen Voraussetzungen ist es nicht einfach gengend Land zu finden. 

Daraus lsst sich schliessen, dass letztlich aus der Landknappheit eine stdtebauliche Qualitt geworden ist und dass genau diese unfreiwillige Dichte> zu der einmaligen sthetik> Hongkongs> gefhrt hat.

