WILLE. Um eine so enorme Modernisierungswelle, wie sie in Sdchina zur Zeit stattfindet, zu realisieren, muss ein eiserner Wille vorhanden sein  nicht nur seitens der Behrden, sondern auch seitens der Bevlkerung, da dieser einiges abverlangt wird, zum Beispiel wenn ganze Stdte umgesiedelt werden, wie es whrend dem Bau des grossen Dreischluchten-Staudammes am Jangtse> geschehen ist.
Bei solchen Grossprojekten stehen die Vorteile fr das Kollektiv im Vordergrund. Vom Individuum wird verlangt, dass es seine Bedrfnisse zurcksteckt zum Wohle der Gemeinschaft. Eine Wahl besteht nicht.

Diese Akzeptanz knnte einerseits als Fatalismus angesehen werden, der aus dem totalitren Kommunismus herrhrt, sie knnte aber genauso als Optimismus ausgelegt werden. Aus den usserungen verschiedener Personen vor Ort, wie auch aus der Art und Weise, wie sich die Volksrepublik gegenber der Welt darstellt, lsst sich schliessen, dass die Bevlkerung fest daran glaubt, dass das nchste Jahrhundert ihr Jahrhundert sein wird. Dass sie nur noch kurze Zeit ausharren mssen und sie dann wieder an die einstige weltpolitische Grsse des Kaiserreichs anknpfen knnen, als (aus ihrer Sicht) alles ausserhalb China Barbarenland war. Und sie sind willens, alles daran zu setzen, dass dies auch geschehen wird.

Mit diesem Hintergrund lassen sich die unglaublichen Ausmasse der Infrastrukturbauten erklren, die zum Teil noch ungenutzt und vllig berdimensioniert in der Landschaft stehen. Es wird nicht fr den aktuellen Bedarf, sondern fr den der nchsten 50 Jahre gebaut.

